Chilli – offene Jugendarbeit

Du hast noch nie von „Chilli“ gehört? Oder willst du dich einfach erkundigen? Hier bekommst du einen kleinen Überblick:
Chilli mit Schrift-frei

Die Idee

Im September 2010 hatten wir die Zeltwoche „Drei – unglaublich“ in Freudenberg, beim Schulzentrum in Büschergrund. Gemeinsam mit 7 anderen Gemeinden haben wir über die Jugendallianz ein knapp 14-tägiges Programm auf die Beine gestellt, was sich sehen lassen konnte: Konzerte, Workshops, Stationen, Bistro, uvm. zählten zum Umfang dieser sehr intensiven Zeit. Viele Jugendliche kamen am Nachmittag und bleiben bis zum Toresschluss, also Zeltplanenschluss. Es gab die ein oder andere bewegende Unterhaltung und viel Möglichkeit miteinander beim Kickern, Kaffee trinken oder Klettern ins Gespräch zu kommen. Schnell wurde uns deutlich, dass wir kein Angebot für eine vernünftige Nacharbeit für die Jugendlichen in Freudenberg hatten. Nach der wirklich guten Zeit mit dem Zelt setzten wir uns zusammen und nach und nach wurde die Idee einer „offenen Jugendarbeit“ als möglichst niederschwelliges Angebot geboren. So richtig schnell konnte es nicht losgehen, unser „Zeltpublikum“ gehörte damit leider nicht mehr zur Zielgruppe, dennoch konnten wir nach einigen Konzeptionsrunden und kreativen Momenten am 4.12.2011 das Chilli im Untergeschoss des Freudenberger Gemeindehauses eröffnen. Und nach zwei Jahren können wir sagen: Es hat sich gelohnt!

Eine tolle Arbeit, die viel mehr Unterstützung braucht!

Als „offene Jugendarbeit“ gibt es, damit wir die entsprechenden Zuschüsse von Kreis und Land bekommen, ein paar Auflagen, die wir zu erfüllen haben. Die räumlichen Vorraussetzungen sind dabei recht gut getroffen, da sind wir der Kirchengemeinde sehr dankbar für. Wir – als CVJM Büschergrund – sind Träger der Einrichtung und damit für die finanzielle Abwicklung zuständig. Der Treff hat derzeit zwei Öffnungstage, Donnerstags und Sonntags von 18 bis 22 Uhr, größter Wunsch der Jugendlichen: mehr Öffnungstage. Ein klares Ziel, aber mit der derzeitigen Mitarbeitersituation einfach nicht zu machen. Durchgehend müssen 2, besser 3 Mitarbeiter im Chilli sein. Dazu gehört, dass man eine halbe Stunde vor Beginn und unter Umständen eine halbe Stunde nach Schließung einrechnet (Vorbereitungen, Spülen, etc.). Da kann man eine kurze Rechnung aufstellen: Es sind in der Woche 30 Stunden, die zu verteilen wären. Seit Mai haben wir eine 450€-Kraft, die davon 6 Stunden übernimmt. Unser Mitarbeiterteam darf also stetig wachsen!

Mehr als nur Treffen

Klar, als Mitarbeiter muss man im Großen und Ganzen einfach nur „da sein“. Das als Grundqualifikation reicht aus, um bei uns einzusteigen. Man spezialisiert sich beispielsweise auf den Verkauf hinter der Theke, das Pizza backen in der Küche, das Zocken an der Xbox, ins Gespräch kommen mit Jugendlichen oder eben einfach für Andere „da sein“. Letzteres ist der wichtigste Teil der Mitarbeiterschaft: Anderen zu zeigen, dass sie etwas Wert sind. Dass es Leute gibt, die sich für sie Zeit nehmen!

Außer den „normalen“ Angeboten gibts bei uns auch Aktionen und Programme, wo wir die Jugendlichen selbst mit einbeziehen. Am „Runden Tisch“ haben die Jugendlichen die Chance ihre Meinung zum Chilli, zu den Mitarbeitern, zu Spielen und Angeboten und was ihnen so am Herzen liegt loszuwerden, sonntäglich bieten wir eine Andacht an, meist wirds am Ende richtig musikalisch und einige der Mädels und Jungs greifen zur Gitarre oder versuchen sich an leichten Rhythmen auf dem Cajon. Vielleicht wird ja mal mehr draus? Weitere Aktionen können mal eine Grillwurst oder ein Crêpes sein oder auch die Slackline. Je nach Lust und Laune der Jugendlichen und Mitarbeiter und dem Wetter sind wir da sehr flexibel.

 

Aktuelle Infos rund um die Jugendallianz und das Chilli gibts übrigens unter evjf.de, oder du schaust direkt mal im Chilli vorbei!

Übrigens: das Chilli-Logo hat Thomas Knetsch gestaltet. Auf der Seite Nervenkritzel.de könnt ihr noch weitere Werke aus seiner Feder begutachten!